Sonntag, 20. Mai 2007

Das gute Leben (Aristoteles)

In unserem Leben streben wir das Ziel der Eudaimonie an. Damit ist ein gutes, nicht notwendig ein angenehmes Leben gemeint, das wir erreichen, indem wir uns immer wieder für das Angemessene entscheiden und auf diese Weise tugendhaft werden. (Eine zentrale Tugend ist die Gerechtigkeit.)

Anders als die Eutychia, die von vielen externen Faktoren und nicht von mir abhängt, ist die Eudaimonia etwas, das ich erreichen kann. Ganz ohne die sogenannten Glücksgüter schaffe ich es nicht: etwa gute Herkunft oder eine gewisse materielle Ausstattung sind für das gute Leben nach Aristoteles unabdingbar.

In formalem Sinn ist die Eudaimonia das Ziel oder telos jedes menschlichen Lebens, das, worauf ein Leben gerichtet ist oder das, was wir erreichen wollen. Für Aristoteles besitzt jede Handlung, aber auch jeder natürliche Vorgang, ein Ziel.

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